Schweizer Monat
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Von einem Glarner Dorf namens Engi in die Weite Chiles. Eine kriminalistische Spurensuche über Kontinente und Zeiten hinweg.
Von Daniel de Roulet

Daniel de Roulet, photographiert von Héloïse Jouanard / Libella.

Am Freitag, dem 4. Januar 2013, an einem schönen chilenischen Sommerabend, begrüssen Werner Luchsinger, 75, und seine Frau wie gewohnt die letzten rosigen Sonnenstrahlen auf dem ewigen Schnee des mächtigen Vulkans, weit über ihrem Landgut. Zufrieden blicken sie auf das umfangreiche Gehöft: Weizenfelder, so weit das Auge reicht, riesige Weiden, Speicher, Tannen-, Eukalyptuswälder und Pappelreihen. Orion und das Kreuz des Südens leuchten auf und die Luchsingers...
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Trotz vieler verschlossener Archive hat die Schriftstellerin Anna Kim neue Dokumente zum Koreakrieg erschlossen. Wie schreibt es sich über die Geschichte zweier Länder bei ungesicherter Faktenlage? Und wie für ein Publikum, das kaum etwas über diese Weltregion weiss?

Ein Gespräch über Quellenlagen, Erzählperspektiven und: Gut und Böse.
Von Anna Kim, Serena Jung

Anna Kim, photographiert von Daniel Hofer / laif.

Frau Kim, in der deutsch- und englischsprachigen Gegenwartsliteratur – sagen wir: seit etwa 20 Jahren – gibt es erstaunlich viele «Enkelromane», in denen sich Autorinnen und Autoren aufmachen, herauszufinden, ob und was ihre Grosseltern im Zweiten Weltkrieg verbrochen oder erlitten haben. Beobachten Sie in der koreanischen Literatur etwas Ähnliches im Hinblick auf den Koreakrieg?Schon die Romane der 1950er und ’60er Jahre haben sich sehr stark mit dem...
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Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt sich Adolf Muschg mit Goethe – literarisch und akademisch. Trotzdem ist er froh, noch immer nicht mit ihm fertig geworden zu sein. Ein Austausch.
Von Adolf Muschg, Gregor Szyndler
Lieber Herr Muschg, wo verorten Sie Ihr Werk zwischen Geschichte und Geschichten, Fakten und Fiktionen?Gibt es kulturelle Fakten per se? Geschichte ist nicht prinzipiell faktischer als ein literarischer Text: sie ist immer ein bestimmtes Bild der Tatsachen, das von mehr oder weniger gelehrten Erzählern – Historikern – geschaffen und von einer gesellschaftlichen Übereinkunft mehr oder weniger angenommen, approbiert wird. Eine neue Perspektive, ein verändertes... » Mehr
Eine Einleitung
Von Adam Schwarz
Wenn ich als Kind mit meinem Solothurner Grossvater unterwegs war, forderte er mich bei jedem Wegkreuz auf, mich zu bekreuzigen. Mein Innerschweizer Grossvater sass zwar lieber in der Werkstatt als auf der Kirchbank. Doch als meine Zürcher Grossmutter ihn in den Fünfzigern heiratete, musste sie als Reformierte trotzdem einen Kurs über interkonfessionelle Ehen besuchen. Beide Grossväter sprachen oft von einem anderen Innerschweizer: Bruder Klaus. Bruder Klaus, der seine... » Mehr
Der Biograph überblendet Geschichte und Geschichten sowie eine Vielzahl weiterer Diskurse, um vergangene Zeiten erlebbar zu machen. Aber: wie genau macht er das eigentlich? Begegnung mit einem Kafka-Biographen.
Von Gregor Szyndler, Reiner Stach

Reiner Stach, photographiert von Jürgen Bauer / © juergen-bauer.com

Herr Stach, Sie haben sich achtzehn Jahre der Lebensgeschichte Kafkas verschrieben, kennen wie kein zweiter die Fakten und Fiktionen rund um Kafka, die Geschichte Kafkas, auch die Geschichte seiner Rezeption. Welches landläufige Kafka-«Faktum» würden Sie am liebsten per Dekret aus der Welt schaffen?Vor allem die Ansicht, dass Kafka vom Ersten Weltkrieg nicht berührt wurde – nur, weil er kein Soldat war. Ich bin viel an Gymnasien unterwegs, da hört man das...
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Treffen sich zwei Tessiner und ein Zürcher im Grotto – was bisher geschah.
Von Yari Bernasconi
Das Gebiet (Gesamtansicht)
«Also, bellissimo ist es da. So schön.Das ist die Sonnenstube. Il paradiso.»
«Sie übertreiben. Gott bewahre, schön ist es schon,aber nichts weiter als ein winziges Fleckchen zwischenEbene und Gebirge. Ein typischer Transitort:zu nördlich für den Süden, zu südlich für den Norden.Ein paar hundert Kilometer, der Ceneri in der Mitte.Denk an den Verkehr, das passendste Symbolfür so ein Durchgangsland,... » Mehr
Von Lesern für Leser
Von Redaktion
Letzter Seppruf

Markus Bundi: Planglück. Tübingen: Klöpfer & Meyer, 2017.besprochen von Clemens Umbricht, Lyriker und Verlagsleiter, Teufen.
Was tun, wenn die Welt aus den Fugen gerät? Auch unter Hausgeistern ist die Frage unentschieden. Sepp, einer dieser guten Geister, welche den Menschen seit der letzten Eiszeit mit Rat und Tat beistehen, ist am Ende, «total ausgeseppt». Kriege und Elend, Globalisierung und Digitalisierung haben ihm und seinen Kollegen... » Mehr
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