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Mer gönd i d Badi

«Schaaaaatz, bringsch mer nöd en Plastiksack?», hät d Nadine usem Schloofzimmer grüefft. Mer händ i d Badi wölle. I ha mini Waar scho lang packt ghaa. Aber d Nadine hät äbe zersch no müesse epiliere. «Okay», han i gseit, und bi im Chuchischrank en Plastiksack go suache. Si wüssed jo, wi da isch, en Sack […]

«Schaaaaatz, bringsch mer nöd en Plastiksack?», hät d Nadine usem Schloofzimmer grüefft. Mer händ i d Badi wölle. I ha mini Waar scho lang packt ghaa. Aber d Nadine hät äbe zersch no müesse epiliere. «Okay», han i gseit, und bi im Chuchischrank en Plastiksack go suache. Si wüssed jo, wi da isch, en Sack voll Plastiksäck. Und obe draa nume es so innegstopfti, huchdünni Gmüassäckli, meischtens no mit eme Loch dine. Und me mue richtig grüble, bis me äntli en guate Plastiksack hät.

Ase en solide Sack han i de Nadine broocht. Dia hät d Stirne grunzlet: «Aber Schatz! Dä Sack, dä isch doch vil z gross für as Tüechli und s Bikini. Typisch. Häsch mol wider nüt überleit, oder?» Si hät mer dä Satz mit de gliiche Verachtig uf de Tisch gworfe, we amel früener de Lehrer s ewig ugnügend Diktat. Und i ha gmerkt, we s mer de Schnuuf verschloht, we sich wider da gliich Ohmachtsgfüühl breit macht. Da schlächt Gwüsse, wider z wänig Kommas gsetzt z haa; mit däre Iisicht, en schlechte Mönsch z sii. Eine, wo sich nöd a d Regle cha halte, en Versäger, ein vo däne fuule Siache, wo alles aafangt, aber nüt fertig macht, wo allem Uagnähme us em Weg gaat, seg das em Lerne oder em gnau Schaffe. Ein vo däne trümmlige Siache, wo bim Turne immer als letschte gwählt wird und wo nöd nu bim Tschute uf de Ersatzbank hocket, sondern au im richtige Läbe.

I ha tüüf düregschnuufet und a d Medizin vo däm Typ tänkt, mit däm i vor es paar Jor emol i de Lucy Bar versumpfet bi. S’isch en Eltere gsii, welewäg Mitte 50gi. Är hät kä Zigis me ghaa und hät mi um eini aagschnorret. So si mer is Gspröch choo. Händ zersch über alles und nüt gredt und sind dänn Zug um Zug uf Wesentlichers choo. Noch 1,5 Päckli und es paar Stange han em vo minere Angscht verzellt, immer alles z verbocke. «Da känni guat», hät er zu mer gseit: «Da han i lang gnuag au gha. Loos! Vo jetzt a dörsch du nüm alles i di inefresse! Da isch nöd guat. Dia Agressione, wo d da alli abeschlucksch, dia sind we en Ballon.» Är hät i siner Tschoopejagge umegnoislet und hät en Ballon zum Sack uszoge. (holt einen Ballon aus dem Sack) «Gsesch», hät er gseit, «dä Ballon blost sich uf (bläst hinein) und blosed sich uf (bläst hinein) und raubt dr zum Schluss de Schnuf. Und wänn da passiert», – är hät au es Nadelchüssi us sinere Jaggetäsche zoge (holt auch ein Nadelkissen aus dem Sack), «dänn muasch d Notbrems zia!» (sticht in den Ballon) «Bisch Psycholog?» han en gfrööget. Är hät glachet: «Nei, Linkshänder, Legastheniker und Journalist.» Sit säbem Obed han i immer es immaginärs Stecknädeli dabii und da setz i au ii.

De nöchscht Satz vo de Nadine hät mi us mine Gedanke zruggholt: «Und dänn no en Interdiscount-Plastiksack! Meinsch, I lauf mit so öppis ume?» «Nadine, dä Plastiksack häsch sowieso nu i dinere Täsche, do spilts aso gär kä Rolle, vo wäm das er isch und wi gross! Und wänn er der nöd passt, dänn musch halt sälber eine go hole. Häsch scho gmerkt? I wart scho meh as 20 Minute uf di.» «I ha jo nu gmeint!», hät d Nadine pikiert gseit. I ha gnickt: «Au i ha nu gmeint!»

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Mer gönd i d Badi

«Schaaaaatz, bringsch mer nöd en Plastiksack?», hät d Nadine usem Schloofzimmer grüefft. Mer händ i d Badi wölle. I ha mini Waar scho lang packt ghaa. Aber d Nadine hät äbe zersch no müesse epiliere. «Okay», han i gseit, und bi im Chuchischrank en Plastiksack go suache. Si wüssed jo, wi da isch, en Sack […]

Ustrinkata

Habt ihr den Rhein gesehen, fragt der Otto, jetzt ist dann mal gut, gell, der grosse Stein ist zur Hälfte im Wasser, und regnet es so weiter, dann grüss Gott, er trinkt. Im fünfundachtzig, sagt der Luis, der grosse Stein war fast ganz unter Wasser, Gopfertammi, und hier drin sassen wir mit dem Wasser bis […]

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