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Der Gipfel

Ein Heft zur Bergliteratur

Der Gipfel
Wetterhorn (fotolia)

«Hoher Himmel, enges Tal» – der Spruch, mit dem die Schweiz 1998 ihren Auftritt an der Frankfurter Buchmesse bewarb, ist den helvetischen Bücherregalen eingeschrieben. Zwar ist der Himmel, wie Hugo Loetscher luzid bemerkte, über den Schweizer Matten und Hütten «so hoch wie überall: zehntausend Meter, darüber ist er Freiraum für Satelliten und Engel». Die Bande aber, die die hiesige Literatur mit der Höhe verknüpfen, sind fraglos besonders enge, schliesslich steht das Gebirg’ in Gestalt von Albrecht von Hallers «Alpen» am Anfang dessen, was als deutschsprachige Schweizer Literatur gilt. Seither boten die unermessliche Weite und der tödliche Schrecken der Berge schier uneingeschränkten Raum für Idealisierung und Ideologisierung, für Kitsch und Drama, für Wissenschaft und Tourismus, für Aussteiger, Bergsteiger und Buchschreiber. Zwei jüngere Vertreter dieser letzteren Spezies berichten in unserem Schwerpunkt, wie sie in Berlin auf den Berg kamen respektive diesem ins Flachland entkamen, und ein Routinier lässt seinen erfahrenen Blick über die Gipfel der Bergliteratur schweifen; ein Gespräch mit einem Hirten der Greina und die kirgisische Abenteuergeschichte einer Genfer Weltreisenden zeigen, dass Bergliteratur nichts mit Heimattümelei zu tun haben muss – und ein Philosoph beschreibt, was die Mühen und Wonnen des Kletterns mit jenen des Denkens gemeinsam haben können. «Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz ­auszufüllen», schrieb Albert Camus über Sisyphos. Möge das Lesen über Gipfel Ihr Denken anregen!

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Emil Zopfi, photographiert von Marco Volken.
Gipfelpanorama

Die Schweizer Literatur ohne Berge? So undenkbar wie das Wallis ohne Matterhorn! Seit je hat das Gebirge zum Schreiben animiert, den Autoren als Gegenwelt gedient, sie auf Erkundungstouren gelockt und ihre Leidenschaft geweckt. Ein Panoramablick auf einige Gipfel, die aus 400 Jahren Bergliteratur herausragen.

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